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| Philosophie | |
| Sich
zu schmücken, wird als erste Kulturleistung der Menschheit betrachtet.
In der Entwicklungsgeschichte der Menschheit definiert man den Zeitpunkt
einer menschlichen Kultur, als die Menschen begannen, sich zu schmücken.
Am Anfang gab es Trophäenschmuck, also Zähne oder Krallen erlegter
Tiere, aber auch Muschelschalen oder getrocknete Samenkapseln. Schmuck zu begehren und zu tragen ist somit ein durchaus archaischer Wunsch vieler Menschen. Mit der Gestaltung, dem "Wert" oder Größe des Schmuckes wurde in früheren Zeiten oft der gesellschaftliche Rang des Trägers ausgewiesen oder zumindest unterstrichen. So war es zum Beispiel in Europa lange Zeit ein Privileg des Adels, Schmuck in der Öffentlichkeit tragen zu dürfen. Dem einfachen Volk war dies bei harten Strafen verboten. Früher wurden Gold und Silber am Leib getragen, um "Notgroschen" bei der Hand zu haben. Zimmerer zum Beispiel trugen zu diesem Zweck große goldene Ohrringe auf ihrer Wanderschaft. Verstieß einer dieser Handwerker gegen das Zunftrecht, wurde ihm dieser Ohrring ausgerissen, das Ohrläppchen geschlitzt - ein weiteres "Schlitzohr" war unterwegs.. Schenken als Zeichen der Zuneigung - bei Schmuck aus Gold und Silber ist dabei ein Stück Unvergänglichkeit integriert. Diese Metalle (deshalb auch Edelmetalle genannt) werden durch Umwelteinflüsse nicht beschädigt oder gar zerstört. Die daraus gefertigten Schmuckstücke bleiben lange erhalten und verlieren auch durch die unvermeidbaren Tragespuren niemals die edle Ausstrahlung echten Schmuckes. Schmuck tragen ist eine wunder- schöne Möglichkeit, seiner Persönlichkeit emotionale Akzente zu setzen. |